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Immobiliencrash, Bankencrash, Aktiencrash … die Ursache ist System bedingt! Aufrufe: 2720


Immobiliencrash, Bankencrash … die Ursache ist System bedingt! 

Die aktuelle Berichterstattung zur Kreditkrise umfasst meist nur die Symptome eines Systemfehlers. Die eigentlichen sozial ökonomischen Hintergründe werden dabei kaum betrachtet.

 

Wir leben in einem kreditbasierten Geldsystem.

Kreditbasiertes Geldsystem bedeutet, dass immer dann Geld entsteht, wenn ein Privatmann, ein Unternehmen oder die Regierung einen Kredit aufnimmt.

 

Die auf den Kredit zu bezahlenden Zinsen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht im System, sprich, dieses das Zins-Geld gibt es noch nicht..

 

Ein Beispiel:

 

Kredit in Höhe von 100.000 € für eine kleine Wohnung.

 

Kredit: 100.000 €

Zinssatz: 5 %

Laufzeit: 30 Jahre

Tilgung 1%

 

Bei monatlicher Zahlungsweise ergibt sich nach 30 Jahren:

 

180.000 € bezahlte Schulden mit Zinseszins + 30.645,38 € Restschuld

 

= 210.645,38 € Gesamtbelastung

 

Woher kommen nun die 110.645,38 € Zinseszinsen.

 

Diese 110.645,38 € sind volkswirtschaftlich gesehen von neuen Kreditnehmern aufzunehmen.

Der fleißige wird dabei natürlich belohnt, denn er schafft es seinen Kredit abzuzahlen.

 

Dieses System ist ideal geeignet um ein Land aufzubauen (nach dem Krieg / Entwicklungsland), denn solange das Wirtschaftswachstum schneller wächst als der Zinseszins, werden genug neue Kredite aufgenommen um die Zinsen zu tragen. Dummerweise wächst der Zinseszins expotentiell.

 

Solange der Markt nicht gesättigt ist werden immer weitere Kreditnehmer gefunden die Produktionsmaschinen, Autos, Häuser… kaufen. Das Schneeballsystem funktioniert und wächst.

 

Nach Jahren des Aufbaus und des extensiven Kreditwachstums werden durch die gesättigten Märkte weniger neue Waren, Produktionsmaschinen und Häuser benötigt. Dadurch sinkt die neue Kreditaufnahme. Die Anleger, Banken und Zentralbanken senken die Zinsen um wieder Kredite absetzen zu können. Die Anleger bekommen nun nicht mehr genug Zinsen für Ihr Kapital und setzen vermehrt auf Assets wie Aktien, Immobilien oder Rohstoffmärkte.

 

Da die Kurse der oben genannten Anlegerklassen steigen springen nun Spekulanten ausgerüstet mit günstigen Krediten in diese Anlegerklassen ein und die Blase wächst.

 

Nun müssen aber Gewinne realisiert werden. Und man benötigt Folgekäufer.

 

So geschehen in den Immobilienmärkten. Am Ende bekam fast jeder einen Kredit ohne echte Einkommensnachweise. Die Kredit Makler verdienten gut, die Banken verdienten gut und verkauften diese Kredite gepackt an Investoren weiter.

 

Der Immobilien Markt war allerdings gesättigt, es wurden immer mehr neue Häuser gebaut für die es keine Käufer gab, die Kredite drückten so wurden Preisnachlässe gegeben.

 

Nach dem die ersten Kreditausfälle bekannt wurden und es Bankenpleiten gab startete der Teufelskreislauf. Zu viele Häuser, keine Käufer, fallende Preise, Hausbesitzer die einen höheren Schuldenstand hatten, als Ihr Haus wert war tilgten ihre Zinsen nicht mehr.

 

Wenn man die eigentliche Prozentzahl an Ausfall-Krediten betrachtet lagen diese bei unter 1 % des gesamten Hauskreditmarkts.

 

Durch die ersten Pleiten und der undurchsichtigen Bündelung von Krediten vertrauten sich die Banken untereinander nicht mehr. Der Interbankenmarkt kam zum erliegen. (Banken verleihen Geld oft langfristig und nehmen die Summe oft sehr kurzfristig am Markt auf) Viele Banken (aktuell über 300) konnten sich nicht mehr refinanzieren und gingen Pleiten, wurden verstaatlicht oder übernommen.

 

Dabei ging es weniger um Kreditausfälle, sondern um den Vertrauensverlust der Banken untereinander und den zu geringen Eigenkapitalanteil der Banken, um diese Zeit gut zu überstehen.

 

Steigende Zinseszinsen und stagnierendes Wirtschaftswachstum, führten volkswirtschaftlich gesehen immer zum Crash. Die Zinsen können einfach nicht mehr aufgebracht werden. Oft springt in diesen Situationen der Staat mit Finanzspritzen ein, was diesen Prozess verlangsamt und auf spätere Zeiten verschiebt, da die enorme Neuverschuldung ja wiederum zinsbelastet ist. Die nahe Zukunft wird daher sinkende Vermögenswerte aller Asset Klassen mit sich bringen. Ein typisches deflationäres Szenarium. Die Lebenshaltungskosten andererseits können dabei weiter steigen, uns also Inflation vorgaukeln.

 

Der einzige Ausweg aus diesem Schuldenszenarium ist eine Hyperinflation mit anschließender Währungsreform, oder die Möglichkeit Geld ohne Zins ins System zu bringen. Pleiten, Insolvenzen und direktes drucken von Geld würde die Zinseszinsbelastung dabei verringern.

 

Die aktuellen Ereignisse sind daher nur Symptome unseres monetären Systems welches die Zinseslast nicht mehr aufbringen kann.

 

Siehe hierzu:

 

http://zeitenwende.ch/spezial/kondratieff-und-der-crash/

www.geldcrash.de/kurzinfo.htm 

http://www.the-insider.tv/index.php?rub_id=141&search_it=1&131=305&sort=138&desc=1&page=1&det_id=1184 

http://www.the-insider.tv/index.php?rub_id=141&search_it=1&131=305&sort=138&desc=1&page=1&det_id=936    



Kategorie: Wirtschaft

Channel:

Stichworte: Crash, Verschuldung, Geldsystem, Zinsen, Wirtschaftswachstum

Redakteur: The-Insider.tv


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